Forschen für die Sicherheit der Zivilgesellschaft

Verkehrswege und Stromnetze sind Teil der Grundlage für das Funktionieren der Gesellschaft

Nicht nur Verkehrswege und Stromnetze sind für die Gesellschaft unverzichtbar. (Foto: Dieter Schütz/pixelio.de)

Wie kann man im zivilen Bereich Schadensereignisse verhindern und Krisen am besten bewältigen? Zur Entwicklung neuer Technologien und Konzepte zu dieser Frage hat das Bundeskabinett am 25. Januar 2012 das Rahmenprogramm "Forschung für die zivile Sicherheit" beschlossen.

Schwerpunkte sind unter anderem urbane Sicherheit, Schutz vor Gefahrstoffen, Sicherheit der Wirtschaft sowie Schutz kritischer Infrastrukturen. Ziel ist die Verbesserung der Sicherheit der Bürger sowie der, für Waren, Verkehr und Information wichtigen Infrastrukturen.

Die internationale Vernetzung von Handels- und Reiseströmen sowie die zunehmende Digitalisierung haben Gesellschaft und Wirtschaft verwundbarer gemacht. Zusätzliche Bedrohungen entstehen durch internationalen Terrorismus und organisierte Kriminalität. Nicht zuletzt können technische Großschadensunfälle und Extremwetterereignisse zu Katastrophen führen.

"Wir stehen national und international vielfältigen Risiken für die zivile Sicherheit gegenüber", kommentierte Bundesforschungsministerin Annette Schavan das von ihr vorgelegte Rahmenprogramm.

Ein übergreifendes Forschungsthema ist die Analyse gesellschaftlicher, rechtlicher und ethischer Aspekte ziviler Sicherheit. Deshalb sind neben den späteren Nutzern von Feuerwehr, Notärzten, Technischem Hilfswerk und Polizei auch Sozial- und Geisteswissenschaften in das Programm mit einbezogen. 

"Zivile Sicherheitsforschung dient nicht allein der Entwicklung neuer technischer Lösungen. Wir betten diese Technologien in organisatorische Konzepte ein, die zum Selbstverständnis unserer freiheitlichen Gesellschaft passen", sagte Schavan: "Es geht um die richtige Balance zwischen Sicherheit und individueller Freiheit."

Insgesamt plant die Bundesregierung zwischen 2012 bis 2017 für das Rahmenprogramm "Forschung für die zivile Sicherheit" rund 55 Millionen Euro pro Jahr bereitzustellen.

Weiterführende Informationen zum Thema gibt es auf der Homepage des Bundesministeriums für Bildung und Forschung.

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