104. Fachveranstaltung AFCEA Bonn e.V.

Internet of (military) things – auf dem Weg in die „totale“ Vernetzung

v.l. Ammar Alkassar, Niels Klussmann, Dirk Ableiter, Franz Lantenhammer, Franz-Bernd Möllers Foto: AFCEA

Montag, 30. November 2015, 18:00 – 21:30 Uhr

Fraunhofer FKIE, Fraunhoferstraße 20,  53343 Wachtberg-Werthhoven


Im Zuge des technischen Fortschritts tritt der „klassische“ Computer immer mehr in den Hintergrund. Er wird nach und nach ersetzt durch „intelligente“ Gegenstände, die miteinander vernetzt sind und somit als „Internet der Dinge“ den Menschen bei seinen Tätigkeiten idealerweise unmerklich unterstützen sollen. Die Chancen und die Möglichkeiten der Unterstützung wachsen nahezu täglich. Aber auch die Abhängigkeiten von der Technik und die potenzielle Bedrohungen durch Angriffe von außen werden ständig größer.

Programm

Begrüßung:                            Generalmajor Erich Staudacher, Vorsitzender AFCEA Bonn e.V.
Einführung und Moderation: Franz-Bernd Möllers – Vorstand AFCEA Bonn e.V.

1.      Internet of Military Things - Herausforderung Cyber-Bedrohung für die Bw
         Oberst i.G. Armin Fleischmann, BMvG: RefLtr Pol II 5 - Cyber-/Weltraum- und Kooperationspolitik

2.      Anforderungen des Internet of Things an die Netzinfrastruktur
          
Niels Klussmann, CISCO Systems GmbH; Geschäftsfeldentwicklung Verteidigung und nationale Sicherheit

Pause mit Imbiss

3.      Internet of Military Things – Cyber Defence im operationellen Umfeld
         Oberstleutnant Franz Lantenhammer, IT-ZentrumBw, Leiter CERTBw

4.      Internet of Things: Herausforderungen und Chancen für die Bundeswehr          Ammar Alkassar, CEO der Sirrix AG (a Rohde & Schwarz company)

Bericht über die Veranstaltung

Zur letzten Fachveranstaltung iim Jahr 2015 hatte AFCEA Bonn e.V. am 30. November eingeladen. Vor vollem Hause moderierte Franz-Bernd Möllers aus dem Vorstand zum Thema „Internet of (military) Things – auf dem Weg in die „totale“ Vernetzung“.

Den Reigen der vier Fachvorträge eröffnete Fregattenkapitän Dirk Ableiter vom Bundesverteidigungsministerium. Unter dem Titel „Internet of military Things – Herausforderung Cyber-Bedrohung für die Bundeswehr“ machte er deutlich, dass Cyber alle Bereiche der Bundeswehr durchdringe und somit auch alle Bereiche einer potenziellen Gefährdung ausgesetzt seien. Im Kontext einer gesamtstaatlichen Cyber-Sicherheit ist die Bundeswehr eingebettet und verantwortlich für die Cyber-Verteidigung.

Niels Klussmann stellte die Anforderungen des „Internet of Things“ an die Netzinfrastruktur aus Sicht der Firma Cisco Systems vor. Dabei stellte er heraus, dass das Netz das einziges Element der Infrastruktur sei, das überall sei. Verteiltes Fog-Computing kann aus seiner Sicht sinnvoll ergänzend zur Cloud eingesetzt werden.

„Cyber Defence im operationellen Umfeld“ lautete der Vortrag von OTL Franz Lantenhammer vom IT-ZentrumBw und Leiter des CERTBw. Lantenhammer zeigte, wie die Stufen eines Cyber-Angriffs aussehen. Aus seiner Sicht ist die Cyber-Bedrohung in der Bundeswehr überall gleich und er empfahl, Cyber-Abwehrmaßnahmen von Beginn an in die Operationsführung einzubeziehen.

Das „Internet of Things“ (IoT) bietet als Werkzeug nicht nur signifikante Chancen, es wird die Streitkräfte auch nachhaltig verändern und somit zum „Game-Changer“ werden. Dies ist zumindest die Auffassung von Ammar Alkassar, CEO von „Rohde & Schwarz“, Cybersecurity. Aus seiner Sicht ist Cybersicherheit der entscheidende Enabler für den Einsatz von IoT-Technologien und er forderte eine frühzeitige und enge Zusammenarbeit zwischen Forschung, Industrie und Bedarfsträger, um zu einer systemischen Gesamtlösung zu kommen.

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