Daten aus Sozialen Medien: Wie weit wollen wir gehen?

Cyber goes Social: Social Media Analysis – Möglichkeiten und Grenzen“ lautete das Thema einer Fachveranstaltung, zu der AFCEA Bonn e.V. gemeinsam mit dem Bundesverband Informationswirtschaft,
Telekommunikation und neue Medien e.V. (Bitkom) am 7. März nach Berlin eingeladen hat.

70 Vertreter von Behörden, Wissenschaftsinstituten und Unternehmen diskutierten Möglichkeiten und Grenzen der Nutzung von Daten aus Sozialen Medien.

Die Veranstaltung, erstmals durch den Arbeitskreis Berlin von AFCEA Bonn e.V. mit Bitkom e.V. organisiert, beschäftigte sich mit der nutzerfreundlichen Aufbereitung, Analyse und Interpretation dieser meist unstrukturierten Inhalte. Es geht darum, nicht nur vergangenheitsbezogene Erkenntnisse zu erlangen, sondern auch zukunftsgerichtete Aussagen aus diesen Daten herleiten zu können.

Rund 3 Milliarden Menschen weltweit haben heute Zugang zum Internet und mehr als die Hälfe davon nutzt heute Soziale Medien. Aus technischer Sicht wurde über Entitätenextraktion, Computerlinguistik, Maschinenlernen und neuronale IT-Netze gesprochen. Diese Aspekte stellen allerdings nur den technischen Teil des Themas dar. Ebenfalls im Zentrum des Interesses stand die philosophische Frage, ob wir überhaupt das wollen, was technisch machbar wäre.

Es ging hierbei unter anderem um den Umgang mit Wahrheit und Lüge, Fake-News und deren Erkennung und Datenschutz und das Recht auf informationelle Selbstbestimmung. Darf zum Beispiel die Polizei überhaupt auf solche Daten zugreifen und diese nutzen? Auch wenn sie öffentlich einsehbar sind? Gibt es dann eine Unterscheidung bei der Nutzung dieser Daten zum Beispiel bei der Abwehr von Gefahren oder der Strafverfolgung?

All diese Fragen konnten durch diese Veranstaltung nicht in Gänze beantwortet werden, gleichwohl gelang es den Moderatoren gemeinsam mit den Vortragenden aus Wissenschaft und Industrie, die Zuhörerschaft in diese Materie einzuführen.

Bei Interesse an einzelnen, freigegebenen Vorträgen wenden Sie sich bitte an Tobias Schönherr, tobias.schoenherr@bmi.bund.de .