Lachen helfen e.V.

Stand B 16

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Initiative deutscher Soldaten und Polizisten
für Kinder in Kriegs- und Krisengebieten

 

Seit 1996 werden deutsche Soldaten in internationalen Krisen und Konflikten im Rahmen friedenssichernder Missionen der NATO oder der Vereinten Nationen eingesetzt. In Bosnien und Kroatien, wo Bundeswehrangehörige kurz nach den militärischen Auseinandersetzungen Not und Elend der zivilen Opfer des Krieges hautnah miterlebten, entstand die Idee, der Bevölkerung nicht nur militärische Sicherheit zu garantieren, sondern auch Unterstützung im humanitären Bereich zu gewähren. Neben Brennholz und Bekleidung verteilten die engagierten Soldaten Plüschbären, in der Hoffnung, dass die Kinder ihr Lachen zurück gewinnen. Aus der kleinen privaten Initiative entstand die Aktion "Lachen Helfen", die die Ursprungsidee der humanitären Hilfeleistung durch Soldaten weiter entwickelte.

Die gute und enge Kooperation zwischen Bundeswehr und Polizei im Rahmen von Auslandseinsätzen führte dann 2009 zu dem Entschluss, die Polizei in den Verein Lachen Helfen e.V., der vormals ausschließlich eine Initiative deutscher Soldaten war, zu integrieren. Denn auch die Polizisten im Auslandseinsatz leisten einen wichtigen Beitrag zum humanitären Auftrag in den Krisengebieten. Seitdem ist Lachen Helfen e.V. die "Initiative deutscher Soldaten und Polizisten für Kinder in Kriegs- und Krisengebieten". Ganz im Sinne des Prinzips der vernetzten Sicherheitspolitik kann der Verein die Steuerung seiner Hilfsprojekte seitdem noch breiter und effizienter realisieren.

Hunderte von Einzelprojekten konnten in mittlerweile zwei Jahrzehnten Vereinsarbeit erfolgreich abgeschlossen werden. Dazu zählen kleinere Sofortmaßnahmen wie das Besorgen und Verteilen von Schuhen, Decken, Mänteln und länger laufende Planungs- und Baumaßnahmen wie die Errichtung oder Sanierung von Schulen, Waisenhäusern oder Hospitälern.

Der Anstoß zur Realisierung solcher Projekte erfolgt fast immer durch Soldaten und Polizisten im Einsatz, die bei Patrouillenfahrten und durch gezielte Erkundung vor Ort auf besondere Not und gravierende Missstände aufmerksam werden. In enger Abstimmung mit dem Einsatzführungskommando der Bundeswehr werden in der Regel die jeweiligen Hilfsleistungen dann gesteuert. So kann im Zusammenwirken mit den Soldaten im Einsatzgebiet eine schnelle, flexible und unbürokratische Hilfe sichergestellt werden.

Im Einsatzgebiet der Bundeswehr und der deutschen Polizisten in Afghanistan fördert Lachen Helfen e.V. seit dem Jahre 2001 vor allem die Errichtung von Schulen und so genannten Basic Health Centern. Aufgrund der erfreulichen Spendenentwicklung konnten vor Ort die Errichtung von zahlreichen neuen Jungen- und Mädchenschulen sowie von Kindergärten und zusätzlich die Ausstattung und Sanierung von Waisenhäusern, Behindertenschulen und Kindertagesstätten aus eigenen Mitteln finanziert werden.

Insgesamt hat Lachen Helfen e.V. in zwei Jahrzehnten mehr als 3 Millionen Euro Spendengeld eingenommen, ein Großteil davon durch Benefizkonzerte von Musikkorps der Bundeswehr und Bundespolizeiorchestern sowie durch private Spenden und Zuwendungen deutscher Wirtschaftsunternehmen. Ganz aktuell werden derzeit zusätzlich zum Engagement in Afghanistan, auf dem Balkan und in Kolumbien Kinderhilfsprojekte im Irak, in Mali, im Südsudan, in Somalia, in der Ukraine und seit kurzem auch in Syrien umgesetzt. Mit der humanitären Unterstützung verknüpft Lachen Helfen zudem die Hoffnung, dass die deutschen Soldaten und Polizisten, die oftmals unter schwierigen Umständen Sicherheit schaffen und Wiederaufbauhilfe leisten, nicht als Besatzer geduldet, sondern als Partner begrüßt werden.