FFG FLENSBURGER FAHRZEUGBAU GmbH

Stand S 02 d

Firmeninfos                                                                                                                               Stand: S  02

FFG – das junge Systemhaus

Durch die über fünfzigjährige Erfahrung als Instandsetzer für die Bundeswehr und Armeen befreundeter Nationen hat sich die FFG zum Upgrade-Spezialisten weiter entwickelt. Diese Aktivitäten führten u.a. zu umfangreichen Produktweiterentwicklungen, wie z.B. den NDV 1 und 2 für die deutschen M113 oder zu einer FFG-eigenen elektro-hydraulischen Steuerung für Leopard 1 Familienfahrzeuge. Innerhalb der letzten zehn Jahre investierte die FFG in Eigenentwicklungen und ist seitdem mit eigenen Fahrzeugsystemen am Markt vertreten. Sowohl der Protected Mission Module Carrier (PMMC) G5 als auch der WiSENT 2 sind hochgeschützte Fahrzeugplattformen, die dem Kunden durch ihre Modularität eine Vielzahl von Einsatzmöglichkeiten ermöglichen. FFG hat sich vom Instandsetzer über den Upgrade-Spezialisten konsequent zum Systemanbieter weiterentwickelt und ist dabei, sich als Systemhaus auf dem Weltmarkt zu etablieren.

Modulare Rüstsatzintegration von FFG

Der hohe Technologiegrad und stetig wachsende Anforderungen moderner Schutz- und Streitkräfte machen ein Umdenken in der Auslegung von Fahrzeugen beziehungswiese der entsprechenden Rüstsätze notwendig.

Militärische Fahrzeuge und Fahrzeuge von Einsatzkräften haben heutzutage eine Verwendungsdauer über viele Jahrzehnte hinweg. Die Nutzungsdauer moderner Rüstsätze, z.B. Funk- und Führungssysteme beträgt zum Teil nur wenige Jahre.

Das modulare Rüstsatz-System zeichnet sich durch die Verwendung von standardisierten und genormten Komponenten aus, die eine schnelle Anpassung an Rüstsatzänderungen ermöglichen. Die verwendeten Komponenten sind auch unter Schutzaspekten für den Einsatz in militärischen und Sondereinsatz-Fahrzeugen, unabhängig ob Ketten- oder Radfahrzeug, konzipiert und ausgelegt.

Durch die Verwendung des modularen Rüstsatz-Systems kann die entsprechende Ausrüstung bzw. der Rüstsatz systemverträglich an das jeweilige Fahrzeug angepasst werden. Dabei wird auf die ergonomischen Anforderungen an das Bedienpersonal Rücksicht genommen und jeweils ein modernes, funktionelles und ergonomisches Bedienkonzept für die entsprechenden Arbeitsplätze gestaltet. Dies gilt nicht nur für den Einbau von komplexen Funk- und Führungssystemen, sondern beispielsweise auch für den Einbau umfangreicher Sanitäts- oder Infanterieausstattung.

Das robuste Design sowie die konsequente Verwendung von eingeführten Subsystemen, standardisierten und genormten Komponenten sorgen für eine hohe logistische Gleichheit. Gepaart mit einem modernen Wartungs- und Instandsetzungskonzept führt dies zu sehr niedrigen Lebenszykluskosten (LCC) und damit zu maximaler Kosteneffizienz. Die flexible Anpassung an sich verändernde Anforderungen und Rahmenbedingungen für weltweite Einsätze erlaubt auch nach Jahren in der Nutzung eine Auslegung für geänderte Rüstsätze.

Auf der AFCEA 2017 stellt die FFG mit dem modularen Rüstsatz-System eine umfangreichen Funk- und Führungsausstattung vor, die in vier unterschiedlichen Arbeitsplätzen als Subsysteme integriert sind:

Subsystem Aufklärung

Für die Führung von Verbänden ist es essentiell, die aus unterschiedlichen Sensoren gewonnenen Informationen, Aufklärungsdaten und Angaben zu Standorten von Freund und Feind sowie den Status eigener Ressourcen darzustellen und einen Gesamtüberblick zur Ableitung möglicher Handlungsalternativen zu geben. Der Arbeitsplatz zeigt verschiedene Sensoren und ihre ausgewerteten Informationen zur Unterstützung der Führung in der Lagebeurteilung.

Subsystem Führung

Anhand vorhandener Daten und Informationen erfolgen Einsatzplanungen sowie Einsatzentscheidungen. Oftmals sind Zugang und Nutzung der Daten durch Inkompatibilitäten nicht möglich. Durch die zunehmende Informationsflut entstehen Verzögerungen, die relevanten Daten zeitgerecht zu filtern und zu erkennen.

Der dargestellte Arbeitsplatz (digitaler Lagetisch DigLT) ist ein Multi-Touch-Display-System, das aus einer horizontalen Kartenvisualisierung und einem vertikalen Display zur Anzeige von Metadaten besteht. Dieses Subsystem stellt die Gesamtlage, Teillagen und Funktionsbereiche dar. Verzugslos werden wichtige Informationen erstellt, sodass Befehle an die abgesessenen Einsatzkräfte unverzüglich übermittelt werden können.

Die Software passt die Visualisierung der Lageinformation sowohl beim Nutzer als auch an den benutzten Endgeräten (Smartphone, DigLT oder Lagewand) automatisch an.

Subsystem Logistik

An diesem Arbeitsplatz sind alle relevanten logistischen Informationen des Verbandes verfügbar, um als Bindeglied zwischen den Einheiten und der Führung die Versorgung durchzuführen.

Neben der Beurteilung der Versorgungslage auf taktische Absichten, Planungen und Maßnahmen werden Informationen über die möglichen Versorgungswege und -punkte erstellt sowie pioniertechnische Informationen zur Infrastruktur eingearbeitet. Die Versorgungsraumanordnung und der Einsatz von Versorgungsteilen werden hier geplant und geleitet.

Subsystem Kommunikation

Informationsverarbeitungssysteme und Sensoren sind nutzlos, wenn es nicht gelingt, Einsatzkräfte so zu vernetzen, dass die von ihnen benötigten Informationen zeitgerecht verfügbar sind.

Das im Rüstsatzmodul integrierte Subsystem Kommunikation verbindet unterschiedliche Kommunikationssysteme durch einen mobilen Kommunikationsknoten. So stehen neben der Intercom-Funktionalität für die Besatzung, weitreichende Satcom-Verbindungen ebenso zur Verfügung wie UHF und TETRA-Funksysteme.

Zur Bewältigung der hohen Datenmenge ist eine breitbandfähige dedizierte LTE-Verbindung implementiert. Diese enthält durch den LTE Release 13 vertraute Funktionalitäten der taktischen Funkgeräte wie z.B. Push-to-Talk und Gruppenfunk auf LTE-Basis.

Im Hintergrund arbeitet eine einfach zu bedienende, aber effiziente, touchfähige Software, die alle Vermittlungsmöglichkeiten mit eigenen und fremden Kräften steuert.