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Terminhinweis: 16.Juni OpArch FüFä Bw

2. AFCEA Fachveranstaltung | 16.–17. Juni 2026 | Berlin

Unter dem Leitthema „Führungsfähigkeit architekturbasiert II: Von der Architektur zur verteidigungsfähigen Bundeswehr“ bringt die Fachveranstaltung Expertinnen und Experten aus Bundeswehr, Industrie und Politik zusammen. Im Fokus stehen operationelle Architekturen, Multi-Domain Operations und die Weiterentwicklung der Führungsfähigkeit der Bundeswehr. Freuen Sie sich auf hochkarätige Vorträge, Panels und spannende Einblicke in aktuelle Entwicklungen der Streitkräfteplanung.

Weitere Infos und Anmeldung ...

Terminhinweis: 11.Juni Mitgliederversammlung

Die diesjährige Mitgliederversammlung des AFCEA Bonn e.V. findet am Donnerstag, den 11. Juni 2026, im Wissenschaftszentrum Bonn statt. Einlass ist ab 17:00 Uhr, Beginn der Veranstaltung um 18:00 Uhr. Wir freuen uns auf den gemeinsamen Austausch mit unseren Mitgliedern.

Weitere Informationen...

Gesamtstaatliches Sicherheitsökosystem 2030 - Wie handlungsfähig ist Deutschland, wenn es wirklich darauf ankommt?

AFCEA-Projekt sieht deutsche Krisenfähigkeit durch fehlendes Zusammenspiel gefährdet

Diese Frage steht über unserer Studie „Gesamtstaatliches Sicherheitsökosystem 2030". Auftakt auf der Fachausstellung, Partner-Abstimmung am 13. Mai — jetzt nehmen wir Fahrt auf. Worum es geht und wohin wir steuern — auf einen Blick in diesem Newsletter.

Worum geht es?
Deutschland verfügt über exzellente Einzelteile — Bundeswehr, BSI, BBK, Landesbehörden, KRITIS-Betreiber, Kommunen. Die Frage ist, ob daraus im Ernstfall ein handlungsfähiges Ganzes wird. Die Studie entwirft, was an dieser Stelle entstehen muss: ein gesamtstaatliches Sicherheitsökosystem — kein neues Amt, keine neue Behörde, sondern eine Wirkungsarchitektur. Nicht Zuständigkeiten, sondern Wirkungsziele. Nicht Strukturen, sondern Fähigkeiten. Nicht Behörden, sondern Rollen.

Was leistet ein gesamtstaatliches Sicherheitsökosystem?
Frühere Lageerkennung. Schnellere Entscheidungen. Wirksameres Handeln. Erreicht durch Orchestrierung der Ressourcen, die wir bereits haben — nicht durch neue Strukturen. Acht Wirkungsfunktionen beschreiben, was das Gesamtsystem im Ernstfall leisten muss: von der ressortübergreifenden Orchestrierung über Lageerkennung, Entscheidung und Koordination bis zu Resilienz und systemischem Lernen. Die Bevölkerung gehört dazu — als aktive Mitspielerin, nicht als Empfängerin von Warnungen.

Was hören wir aus den Gesprächen?
Die größere Lücke liegt im Zusammenspiel, nicht in der Technik. Technologiedefizite sind real — BOS-Funk, Drohnenabwehr, satellitengestützte Kommunikation —, aber selbst geschlossen blieben sie wirkungslos, solange das Zusammenspiel ungeklärt ist. Thomas Tschersich, CSO der Deutschen Telekom, im Interview: Deutschland produziere „Cylinders of Excellence" — jeder Bereich exzellent in sich, ohne dass daraus ein Gesamtsystem würde.
Im Vergleich mit europäischen Referenzländern liegt Deutschland in einzelnen Schlüsseldimensionen ein halbes Jahrzehnt und mehr zurück — nicht wegen fehlender Technologie, sondern wegen fehlender Integration, Governance und Orchestrierung. Hinzu kommt der Druck umwälzender Technologien wie Künstliche Intelligenz, Cloud, autonome Systeme und Sensorik, die Tempo und Begriff der Krise verändern.

Wer trägt die Studie?
Partner aus Technologie, Verteidigung und IT-Dienstleistung, die selbst im Maschinenraum des Sicherheitsökosystems arbeiten:

  • Strategic Partner: Arvato Systems, Google Germany
  • Solution Partner: Airbus, AWS, Bechtle, CGI Deutschland, secunet
  • Supporting Partner: CONET, INFODAS, roda computer

(Stand Mai 2026, weitere Supporting-Partnerschaften noch möglich)

Wie geht es weiter?
Bis Ende Juni: rund 30 Tiefeninterviews quer durch BOS, staatliche Steuerung, Streitkräfte, KRITIS, Wissenschaft und Defense-Tech. Parallel die Online-Umfrage bis 14. Juni — Ihre Teilnahme ist genau das, was diese Studie braucht. Im Sommer Auswertung, ab September Vorab-Briefings. Veröffentlichung zum Bonner IT-Dialog am 7./8. Oktober 2026 auf rund 90 Seiten.

JETZT Mitmachen
Unsere Online-Umfrage „Wie handlungsfähig ist Deutschland — wenn es wirklich darauf ankommt?" läuft noch bis 14. Juni. Etwa 5 Minuten Zeit, anonym, mit der Möglichkeit zur Verlosung eines Studienexemplars. Ihre Erfahrung aus erster Hand ist genau das, was diese Studie braucht.

▶ Jetzt teilnehmen

Was uns leitet
Diese Studie soll nicht bei der Diagnose enden. Wir legen ein konstruktives Zielbild vor — etwas, an dem sich Politik, Behörden, Bundeswehr, Wirtschaft und Wissenschaft messen lassen können.  Sicherheit entsteht nicht in Silos. Entscheidend ist das abgestimmte Zusammenspiel — vor, während und nach der Krise.

Mehr Informationen und an der Umfrage teilnehmen

AFCEA Fachausstellung 2026

Was die 39. AFCEA Fachausstellung bewegt hat

Vernetzt denken, sicher handeln: Ein Rückblick

Die 39. AFCEA Fachausstellung 2026 hat am 12. und 13. Mai über 8.800 Teilnehmerinnen und Teilnehmer angelockt und damit gezeigt, dass sie eine der bedeutendsten IT-Messen für Verteidigung und öffentliche Sicherheit in Deutschland ist. Die Ausstellung stand mit 325 Ausstellern und 233 Ständen im World Conference Center unter dem Motto „Vernetzt denken & sicher handeln als Antwort einer gesamtstaatlichen Verteidigung”.
Generalmajor Armin Fleischmann, Vorsitzender des AFCEA Bonn e.V. sagte auf dem begleitenden Symposium: „Verteidigung ist längst keine ausschließlich militärische Aufgabe mehr. Sie ist eine gesamtgesellschaftliche Verantwortung — von der kritischen Infrastruktur über den Katastrophenschutz bis hin zur Cybersicherheit. Vernetzte Systeme, digitale Souveränität und resiliente Kommunikation sind keine technischen Nischen. Sie sind strategische Voraussetzungen für die Handlungsfähigkeit unseres Staates.“
Dafür sei Bonn als Wiege der Bundeswehr auch ein Zentrum der IT, sagte Guido Déus, Oberbürgermeister von Bonn in seinem Grußwort zur Eröffnung.
Wolfgang Quirin, Leiter der AFCEA Fachausstellung, ordnet die Ausstellung wie folgt ein: „Wir leben in einer Zeit, in der sich die sicherheitspolitische Lage weltweit spürbar verändert. Neue Bedrohungen entstehen und technologische Entwicklungen schreiten in rasantem Tempo voran. In diesem Umfeld kommt der Zusammenarbeit zwischen Industrie, Forschung und staatlichen Institutionen eine zentrale Bedeutung zu. Diese Messe ist mehr als nur eine Ausstellung moderner Technologien. Sie ist ein Ort des Austauschs, des Dialogs und der kritischen Auseinandersetzung. Die präsentierten Systeme und Lösungen stehen nicht nur für technischen Fortschritt, sondern auch für die Fähigkeit, Sicherheit verantwortungsvoll zu gestalten.“
General a. D. Jörg Vollmer beschrieb in seiner Keynote Deutschlands Situation als Zwischenlage:  Deutschland sei nicht im Krieg, aber auch nicht mehr im Frieden. Als Beispiele führt er unter anderem Russische Drohnen über europäischen Luftwaffenstützpunkten und Flughäfen auf. Sabotage gegen Eisenbahnen und Logistikzentren für Ukraine-Lieferungen. Brandanschläge. Einschleusung von Geschäftsleuten in westliche Institutionen. Wahlbeeinflussung. Mordpläne. Störungen des Navigationssystems GPS im Ostseeraum. Der Verdacht, dass zivile Schiffe als Werkzeuge dienen, um Glasfaser- und Überwachungskabel in Nord- und Ostsee zu beschädigen. Deutschlands Rolle im Bündnis ist die logistische Drehscheibe. Verstärkungskräfte müssen durch Deutschland. Material muss durch Deutschland. Verwundete müssen zurückgeführt werden. Häfen, Schienen, Straßen, Flughäfen, Brücken, Energienetze, Kommunikationssysteme und Verwaltungen werden Teil der Verteidigungsfähigkeit. Hier müsse Deutschlands Institutioneneinach schneller werden und alle die Situation ernster nehmen.
Brigadegeneral Michael Jäger, Abteilungsleiter Informationstechnik im BAAINBw, stellte dafür die neue Organisation seiner Behörde vor und stellte fest, dass genügend Geld vorhanden sein. Die Fachausstellung zeige außerdem, dass die notwendige Technologie bereitstehen.

Das Zusammenspiel für gesamtstaatliche Sicherheit und Vernetzung untersucht AFCEA Bonn e.V. derzeit mit dem „Gesamtstaatlichen Sicherheitsökosystem 2030. Dazu findet sich eine Meldung zu den ersten Ergebnissen anbei.

Die 40. AFCEA Fachausstellung findet am 25. und 26. Mai 2027 statt, gleich schon mal im Kalender vormerken.

DDD – Digital Defence Debate

Multi-Domain Operations (MDO) sollen konvergierende Effekte über alle Dimensionen hinweg ermöglichen – vorausgesetzt, Daten aus unterschiedlichen Quellen werden schnell zusammengeführt, geteilt und in Entscheidungen übersetzt. Doch der Weg von verteilten Sensordaten zu synchronisierten Wirkungsketten über Land, Luft, See, Cyber- und Weltraum bleibt eine der größten Herausforderungen unserer Zeit.

Wie lassen sich Entscheidungen künftig in Sekunden statt Minuten treffen? Welche Rolle spielen Weltraumdaten, KI und vernetzte Sensorik? Und wo stehen NATO und Bundeswehr beim Aufbau echter Multi-Domain-Fähigkeiten?

Diese Fragen diskutierten wir auf der #DigitalDefenceDebate mit hochkarätigen Expertinnen und Experten aus Bundeswehr, NATO und Industrie:

  • Generalmajor Michael Traut – Kommandeur Weltraumkommando
  • Brigadegeneral Frank Endler – Programmdirektor ACE, NATO
  • Fregattenkapitän Dirk-Oliver Jankowski – Referent Operationalisierung MDO, BMVg
  • Dr. Stefanie Schrader – Chief Innovation Manager, Hensoldt

Herzlichen Dank an das Panel für die spannende Diskussion und die vielfältigen Perspektiven auf die Zukunft vernetzter Operationsführung.

Start-up Pitch und Panel Session

Ein weiteres Highlight der Fachausstellung war die Startup Pitch & Panel Session der Emerging Leaders. Nach einem kurzen Impulsvortrag präsentierten Startups ihre Ideen in kompakten Zwei-Minuten-Pitches. Anschließend wurden die Konzepte gemeinsam mit der Jury und dem Publikum im Rahmen einer interaktiven Fishbowl-Diskussion bewertet und diskutiert.
Im Mittelpunkt standen konkrete Herausforderungen rund um Counter-UAV-Lösungen und die Frage, wie junge DefTech-Unternehmen schneller Zugang zu sicherheitsrelevanten Märkten erhalten können.

Mit Generalmajor Armin Fleischmann, Sven Weizenegger (Leiter CIHBw), Flotillenadmiral Christian Bock (Leiter Innovationszentrum Erding) und Prof. Geralt Siebert (Vizepräsident UniBw München) hatten wir alle wesentlichen Player des Bundeswehr-Ökosystems auf der Bühne.

Die Pitch & Panel Session kürte schließlich die Skylance GmbH zum „AFCEA Startup des Jahres“. Vielen Dank an alle Startups, das Panel sowie die Emerging Leaders für dieses spannende Format.

DefTech Night

Zum ersten Mal fand die DefTech Night im GOP Varieté-Theater statt. Nach dem ersten Messetag bot das neue Format die Möglichkeit, Gespräche aus Panels, Vorträgen und Messehallen in entspannter Atmosphäre fortzuführen und neue Kontakte zu knüpfen. Mit knapp 700 Gästen war die Veranstaltung vollständig ausgebucht und entwickelte sich schnell zu einem besonderen Networking-Format innerhalb der Fachausstellung. Die gemeinsam mit den Emerging Leaders organisierte Veranstaltung zeigte, wie groß der Wunsch nach informellem Austausch innerhalb der DefTech-Community ist.

Fachvorträge

Zum ersten Mal fand in diesem Jahr das neue Format der Fachvorträge statt. Ziel war es, eine Plattform zu schaffen, auf der Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben operative Erfahrungen, technologische Herausforderungen und innovative Lösungsansätze direkt aus der Praxis teilen können.
Das Programm umfasste Beiträge aus dem PlgABw, dem ZDigBw und dem MarKdo. Ergänzt wurde das Format durch das BWI Network Café, bei dem Vertreter aus BMVg, BAAINBw, KdoCIR, PlgABw und der BWI GmbH kurze Impulse lieferten und gemeinsam mit dem Publikum aktuelle Entwicklungen diskutierten.
Das neue Format zeigte, wie wichtig der direkte fachliche Austausch zwischen Bundeswehr, Behörden und Industrie für die Weiterentwicklung digitaler Fähigkeiten ist. 

Recruiting Tabata

Das Recruiting Tabata fand bereits zum vierten Mal im Rahmen der AFCEA-Fachausstellung statt. Ziel des Formats ist es, ausscheidende Zeitsoldaten, Young Professionals und weitere Interessierte gezielt mit Unternehmen der Branche zusammenzubringen. In kurzen, intensiven Gesprächsformaten kamen Unternehmen direkt mit potenziellen Bewerberinnen und Bewerbern ins Gespräch – niedrigschwellig, persönlich und mit konkreten Karriereperspektiven.

In diesem Jahr nahmen insgesamt 30 Unternehmen in drei Slots teil und führten zahlreiche vielversprechende Gespräche mit den Teilnehmerinnen und Teilnehmern. Die erneut hohe Nachfrage zeigt die Bedeutung praxisnaher Recruiting-Formate innerhalb der Fachausstellung. 

Innovationsworkshop

Bereits am Vortrag der Fachausstellung organisierten die Emerging Leaders gemeinsam mit dem Ausbildungszentrum CIR einen Military Design Thinking Workshop mit 25 IT-Offizieren.
Im Fokus stand das Thema „Drohnen“, das in mehreren Breakout-Sessions aus unterschiedlichen operativen und technologischen Perspektiven betrachtet wurde. Gemeinsam entwickelten die Teilnehmenden neue Ansätze und Perspektiven,  von aktuellen Herausforderungen bis hin zu zukünftigen Einsatzmöglichkeiten.
Ein besonderes Highlight war die Keynote von Thomas Haber, Director Program & Product bei Quantum Systems, der Einblicke in aktuelle Entwicklungen und Anforderungen im Bereich unbemannter Systeme gab. 

Startup-Ausstellungsfläche

Gemeinsam mit dem Cyber Innovation Hub der Bundeswehr sowie der UniBw München/Palladion scouteten die Emerging Leaders 20 DefTech-Startups und integrierten diese in die Fachausstellung.

Die Startup-Fläche entwickelte sich schnell zu einem der sichtbarsten Innovationsbereiche der Messe. Die jungen Unternehmen nutzten die Gelegenheit, ihre Lösungen direkt mit Vertretern aus Bundeswehr, Industrie und Forschung zu diskutieren und wertvolle Kontakte innerhalb des sicherheitsrelevanten Innovationsökosystems zu knüpfen.

Die Startup-Ausstellungsfläche machte sichtbar, wie dynamisch und praxisnah sich das DefTech-Ökosystem aktuell entwickelt. Besonders spannend war dabei die unmittelbare Nähe zwischen jungen Unternehmen, operativen Anwendern und Entscheidern. Genau diese direkte Begegnung machte die Fläche zu einem besonderen Anlaufpunkt der Fachausstellung.