Vom Nebeneinander der Akteure zur gemeinsamen Wirkung

Sicherheitsrelevante Lagen werden komplexer, dynamischer und systemischer. Streitkräfte, Polizei, Feuerwehr, Rettungsdienste, Katastrophenschutz, Verwaltung und Betreiber kritischer Infrastrukturen agieren leistungsfähig, jedoch häufig nicht ausreichend integriert, wenn Zeit zur kritischen Variable wird. Die zentrale Herausforderung liegt heute weniger in fehlender Technologie als in der mangelnden Orchestrierung von Akteuren, Rollen und Fähigkeiten über Organisations- und Ressortgrenzen hinweg.

Deutschland braucht bis 2030 ein handlungsfähiges Sicherheitssystem: ressortübergreifend, digital vernetzt und resilient.

Sicherheit entsteht nicht in Silos. Entscheidend ist das abgestimmte Zusammenspiel – vor, während und nach der Krise.
Armin Fleischmann, Vorsitzender AFCEA Bonn e.V.

Als führende Austauschplattform für den Dialog von Bundeswehr, Sicherheitsbehörden, Verwaltung, Wissenschaft und Industrie entwickelt AFCEA Bonn e.V. ein integriertes Gesamtbild von Sicherheit für die Zeit vor, während und nach Krisen – als gemeinsame Referenz für Politik, Verwaltung, Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben (BOS), Bundeswehr, Wirtschaft und Wissenschaft.

Im Fokus stehen Orchestrierung statt Zuständigkeitsdenken, Fähigkeiten statt Produktkataloge und Wirkung statt Struktur. Übergeordnetes Ziel ist die erfolgreiche Umsetzung der digitalen Transformation unserer nationalen Sicherheitsarchitektur.

Eine breite empirische Grundlage

Die Studie „Gesamtstaatliches Sicherheitsökosystem 2030“ basiert auf 55 Tiefeninterviews mit 61 Entscheidungsträgerinnen und Entscheidungsträgern aus sechs zentralen Stakeholder-Clustern:

  • staatliche Verwaltung
  • Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben (BOS)
  • Streitkräfte
  • Kritische Infrastrukturen (KRITIS)
  • Technologie und Defense Tech
  • Wissenschaft und Zivilgesellschaft

Ergänzt werden die Experteninterviews durch eine Online-Befragung unter 72 Anbietern und Anwendern, die ihre Einschätzungen zum Gesamtstaatlichen Sicherheitsökosystem 2030 eingebracht haben.

Darüber hinaus untersucht ein Systemreifegrad-Vergleich über zehn Dimensionen und sechs Länder, wie unterschiedliche Sicherheitsökosysteme aufgestellt sind und welche strukturellen, organisatorischen und technologischen Voraussetzungen für eine wirksame gesamtstaatliche Sicherheitsarchitektur entscheidend sind.

Die Ergebnisse wurden redaktionell kuratiert, zusammengeführt und in einer 118-seitigen Publikation aufbereitet. So entsteht ein Gesamtbild, das unterschiedliche Perspektiven des Sicherheitsökosystems miteinander verbindet und konkrete Handlungsfelder sichtbar macht.

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Veröffentlichung zum Bonner IT-Dialog 2026

Die Publikation erscheint am 7. Oktober 2026 auf dem Bonner IT-Dialog als interaktives eBook und Print-Ausgabe. Sie richtet sich an Entscheiderinnen und Entscheider aus Politik, Bundeswehr, Verwaltung und Wirtschaft.

 

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