39. AFCEA Fachausstellung 2026

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Die 39. AFCEA Fachausstellung 2026 hat am 12. und 13. Mai über 8.800 Teilnehmerinnen und Teilnehmer angelockt und damit gezeigt, dass sie eine der bedeutendsten IT-Messen für Verteidigung und öffentliche Sicherheit in Deutschland ist.

 

Die Ausstellung stand mit 325 Ausstellern und 233 Ständen im World Conference Center unter dem Motto „Vernetzt denken & sicher handeln als Antwort einer gesamtstaatlichen Verteidigung.”

Generalmajor Armin Fleischmann, Vorsitzender von AFCEA Bonn e.V. sagte auf dem begleitenden Symposium: „Verteidigung ist längst keine ausschließlich militärische Aufgabe mehr. Sie ist eine gesamtgesellschaftliche Verantwortung — von der kritischen Infrastruktur über den Katastrophenschutz bis hin zur Cybersicherheit. Vernetzte Systeme, digitale Souveränität und resiliente Kommunikation sind keine technischen Nischen. Sie sind strategische Voraussetzungen für die Handlungsfähigkeit unseres Staates.“

Dafür sei Bonn als Wiege der Bundeswehr auch ein Zentrum der IT, sagte Guido Déus, Oberbürgermeister von Bonn in seinem Grußwort zur Eröffnung.

Wolfgang Quirin, Leiter der AFCEA Fachausstellung, ordnet die Ausstellung wie folgt ein: „Wir leben in einer Zeit, in der sich die sicherheitspolitische Lage weltweit spürbar verändert. Neue Bedrohungen entstehen und technologische Entwicklungen schreiten in rasantem Tempo voran. In diesem Umfeld kommt der Zusammenarbeit zwischen Industrie, Forschung und staatlichen Institutionen eine zentrale Bedeutung zu. Diese Messe ist mehr als nur eine Ausstellung moderner Technologien. Sie ist ein Ort des Austauschs, des Dialogs und der kritischen Auseinandersetzung. Die präsentierten Systeme und Lösungen stehen nicht nur für technischen Fortschritt, sondern auch für die Fähigkeit, Sicherheit verantwortungsvoll zu gestalten.“

General a. D. Jörg Vollmer beschrieb in seiner Keynote Deutschlands Situation als Zwischenlage:  Deutschland sei nicht im Krieg, aber auch nicht mehr im Frieden. Als Beispiele führt er unter anderem Russische Drohnen über europäischen Luftwaffenstützpunkten und Flughäfen auf. Sabotage gegen Eisenbahnen und Logistikzentren für Ukraine-Lieferungen. Brandanschläge. Einschleusung von Geschäftsleuten in westliche Institutionen. Wahlbeeinflussung. Mordpläne. Störungen des Navigationssystems GPS im Ostseeraum. Der Verdacht, dass zivile Schiffe als Werkzeuge dienen, um Glasfaser- und Überwachungskabel in Nord- und Ostsee zu beschädigen. Deutschlands Rolle im Bündnis ist die logistische Drehscheibe. Verstärkungskräfte müssen durch Deutschland. Material muss durch Deutschland. Verwundete müssen zurückgeführt werden. Häfen, Schienen, Straßen, Flughäfen, Brücken, Energienetze, Kommunikationssysteme und Verwaltungen werden Teil der Verteidigungsfähigkeit. Hier müsse Deutschlands Institutioneneinach schneller werden und alle die Situation ernster nehmen.

Brigadegeneral Michael Jäger, Abteilungsleiter Informationstechnik im BAAINBw, stellte dafür die neue Organisation seiner Behörde vor und stellte fest, dass genügend Geld vorhanden sein. Die Fachausstellung zeige außerdem, dass die notwendige Technologie bereitstehen.

Das Zusammenspiel für gesamtstaatliche Sicherheit und Vernetzung untersucht AFCEA Bonn e.V. derzeit mit dem „Gesamtstaatlichen Sicherheitsökosystem 2030. Dazu findet sich eine Meldung zu den ersten Ergebnissen anbei.

Die 40. AFCEA Fachausstellung findet am 25. und 26. Mai 2027 statt.

Bildquelle: AFCEA Bonn e.V.